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95655

"Vulnerable road users" : safety measures and their effectiveness : the Greek experience on motorcycles and pedestrians.
C 17005 (In: C 16996) /73 /81 /83 / ITRD D346010
Frantzeskakis, J.
In: Proceedings of the transport safety congress "Benchmarking safety measures : vulnerable road users, Vienna, 12 October 1998 = Berichte der Verkehrssicherheitskongress "Sicherheitsmassnahmen im Vergleichtest : ungeschützte Verkehrsteilnehmer, Wien, 12. Oktober 1998, p. 55-61, 10 ref.

Samenvatting In Griechenland wird nur wenig mit dem Rad gefahren. Dagegen spielen Motorräder und besonders Mopeds im Verkehr eine große Rolle. Von 1.926 Verkehrstoten im Jahr 1995 waren 26,6 Prozent Motorrad- und Mopedfahrer, von den 3.274 schwer Verletzten sogar 42,9 Prozent. Die Todesrate ist angesichts einer wesentlich geringeren Fahrleistung der Motorrad- und Mopedfahrer sechsmal höher als jene der Pkw. Die höchste Unfallrate weisen Motorräder in der Kategorie 126 bis 250 Kubikzentimeter auf, die meisten tödlichen Unfälle gibt es mit den schweren Motorrädern über 751 Kubikzentimeter. Erst ab einem Alter von 50 Jahren steigt die Todesrate stark an. 70 Prozent der Motorrad- und Mopedunfälle sind Kollisionen, vorrangig seitliche. 16,7 Prozent der Unfälle sind Alleinunfälle, 12,7 Prozent Unfälle, in die Fussgänger involviert sind. Während sich 72 Prozent aller Verkehrsunfälle im städtischen Gebiet ereignen, sind es bei den Moped- und Motorradunfällen 83,7 Prozent. Obwohl es eine Helmtragepflicht gibt, benutzen nur 16,7 Prozent der Fahrer und 15,2 Prozent der Beifahrer einen Helm. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Verletzungen wesentlich geringer waren, wenn die Fahrer bei einem Unfall einen Helm trugen. Viele Fahrer besitzen keinen Führerschein. 65 Prozent der getöteten oder verletzten Fahrer waren ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Die Führerscheinprüfung ist, so wie die gesamte Gesetzgebung bezüglich Moped- und Motorradfahrer, ungenügend. Ausserdem fehlt es weitgehend an Kontrollen, die Strafen sind äusserst niedrig. Zur Verbesserung der Sicherheit wurden viele Vorschläge gemacht, einige von ihnen fanden Eingang in Gesetze. So wurde ein Gesetz zur regelmässigen technischen Überprüfung von Mopeds und Motorrädern ausgearbeitet. Weitere Vorschläge beziehen sich auf die Errichtung von eigenen Fahrspuren, wirksamere Kontrollen und bessere Fahrausbildung sowie eine Verbesserung des Zustands der Strassen. Höher als in anderen EU-Ländern ist in Griechenland auch die Unfallhäufigkeit bei Fussgängern. 1995 verunglückten 425 Fussgänger tödlich, das waren 22 Prozent aller im Verkehr Getöteten. Fast 90 Prozent der Fussgängerunfälle ereignen sich im städtischen Gebiet. Hauptursache ist die fehlende Infrastruktur für Fussgänger. Die ohnehin schmalen Fussgängerwege werden oft mit Kiosken verstellt oder mit Autos zugeparkt. Viele Fussgänger überqueren die Strasse ausserhalb der markierten Übergange. Daher wurde damit begonnen, an verschiedenen Stellen Absperrungen zu errichten. In Larissa und Athen wurden große Fussgängerzonen errichtet. In Athen ist geplant, alle archaeologischen Sehenswürdigkeiten mit Fusswegen zu verbinden. Hohe Akzeptanz haben die in Wohngebieten errichteten verkehrsberuhigten Zonen. Fussgängerunter- und -überführungen werden dagegen vielfach nicht benutzt. Zahlreiche weitere Massnahmen wie fussgängerfreundliche Gestaltung der Kreuzungen werden zur Erhöhung der Sicherheit der Fussgänger gesetzt. (KfV/A)
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