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Fahruntüchtigkeit durch Cannabis, Amphetamine und Cocain : Literaturanalyse. Bericht zum Forschungsprojekt 2.9130 `Auftreten und Bedeutung von psychoaktiven Substanzen im Strassenverkehr' der Bundesanstalt für Strassenwesen BASt.
C 11934 S /83 / IRRD 337803
Schulz, E. Vollrath, M. Klimesch, C. & Szegedi, A.
Bergisch Gladbach, Bundesanstalt für Strassenwesen BASt, 1997, 88 p., 302 ref.; Berichte der Bundesanstalt für Strassenwesen : Mensch und Sicherheit ; Heft M 81 - ISSN 0943-9315 / ISBN 3-89701-060-7

Samenvatting Experimente zur Aufklärung der Wirkungsbeziehungen zwischen Dosis und Konzentration sind bei illegalen Drogen aus verschiedenen Gründen gar nicht oder nur im geringen Umfang möglich. Solche Studien mit Drogenkonsumenten werden eingeschränkt durch ethische und rechtliche Vorbehalte. Um ein Gesamtbild über gegebenenfalls vorhandene Leistungseinschränkungen im Strassenverkehr durch Drogen zu erhalten, wurde die vorliegende umfassende Literaturanalyse erstellt. Hierzu wurden Befunde aus Experimentellen, vorwiegend Experimentalpsychologischen, Studien bearbeitet und ausgewertet. Das von der Arbeitsgruppe um Krüger zur Klärung von "auswirkungen geringer Alkoholmengen auf Fahrverhalten und Verkehrssicherheit" angewendete vorgehen wurde weitgehend übernommen und auf Cannabis, Amphetamine und Cocain übertragen. Die nur unsicher kalkulierbare Rolle illegaler Drogen im Strassenverkehr beruht auf einer Reihe zum Teil nur schwer zu beeinflussender umstände, die im einzelnen erörtert werden. Bei den Untersuchungen zu Cannabis wurden 88 Studien mit 1.424 Wirkungsbeobachtungen nach Aufnahme von THC (delta-9-tetra-hydro-cannabinol) in die Analyse aufgenommen. Es zeigte sich bei den wichtigsten Leistungsparametern eine weitgehende Übereinstimmung der THC-Plasma-Konzentrationen, bei den die 50 Prozent-Schwelle des Leistungsniveaus (50 prozent wahrscheinlichkeit einer unbeeinträchtigten Leistung) unterschritten wird. "Aufmerksamkeit", "Tracking", "Psychomotorik", "Reaktion" und "Fahren" fallen sämtlich im THC-Konzentrationsbereich 7 bis 15 ng/ml unter diese 50 Prozent-Schwelle. Sowohl bei den Amphetaminen (85 experimentelle Arbeiten mit 2.775 Wirkungsbeobachtungen) als auch beim Cocain (17 Publikationen mit 881 Wirkungsbeobachtungen) ist das analysierte experimentelle Material nicht geeignet, die gefahren durch Einschränkung der Fahrtüchtigkeit anhand von "Mass und Zahl" aufzuzeigen. Dies darf nicht zu dem Fehlschluss verleiten, die genannten Drogen seien für die Sicherheit im Strassenverkehr von nur geringer Bedeutung. Veröffentlichungen nichtexperimenteller art und Fallbeispiele zeigen, dass Amphetamine und Cocain in der Realität des Drogenkonsums die Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen. Zu den fatalen Wirkungen gehören Euphorie, Unruhe, Ängstlichkeit, Agitation und Verwirrtheit. Ausserdem sind von besonderer Relevanz Zunahme von Risikofreudigkeit, Einschränkung von Kritikfähigkeit und Urteilsvermögen, übersteigertes Selbstwertgefühl, Fehleinschätzung von Situationen und Realitätsverlust. Entscheidend für eine Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit durch Psychostimulantien sind häufig aber nicht so sehr die akuten Drogenwirkungen, sondern die aus der Stimulierung resultierenden Folgen wie Erschöpfung und übermüdung sowie die Probleme, die sich aus dem Missbrauch ergeben. (a) Titel in Englisch: Impairment of driving ability by cannabis, amphetamines and cocaine. Bericht zum Forschungsprojekt 2.9130 (IDS-nummer 704866) der Bundesanstalt für Strassenwesen. English abstract: Experiments all with illegal drugs to clarify the effective relationships between dosage and concentration are not possible at all or only to a limited extent for various reasons. Such studies with drug consumers are limited by ethical and legal reservations. The present comprehensive literature analysis was compiled to provide an overall picture of any limitations to the capabilities in motor vehicle traffic resulting from drugs. For this purpose findings from experimental, primarily experimental psychological studies were processed and evaluated. The procedure used by the committee working with KRÜGER on clarification of the "effects of small quantities of alcohol on driving behaviour and traffic safety" was taken over the greatest extent and applied to cannabis, amphetamines and cocaine. The role of illegal drugs in motor vehicle traffic, which is calculable only to an uncertain extent, is based on a series of circumstances, many of which are very difficult to influence. These circumstances are discussed in detail. (A)
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