SWOV Catalogus

128383

Der Faktor Geschwindigkeit im motorisierten Strassenverkehr.
C 49731 [electronic version only] /82 /83 /91 / ITRD D366269
Ewert, U. Scaramuzza, G. Niemann, S. & Walter, E.
Bern, Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU, 2010, 113 p., 109 ref.; Sicherheitsdossier 06

Samenvatting Die bfu - Beratungsstelle fuer Unfallverhuetung praesentiert im vorliegenden Sicherheitsdossier evidenzbasierte Massnahmen zur Entschaerfung der Geschwindigkeitsproblematik auf Schweizer Strassen. Wichtig ist neben der Einhaltung der allgemeinen Hoechstgeschwindigkeit auch die Anpassung der Fahrgeschwindigkeit an die Verhaeltnisse. Aufgrund eines Fehlverhaltens bezueglich Geschwindigkeit werden pro Jahr durchschnittlich 1.251 Personen schwer verletzt, 163 sterben. Die Haelfte der Getoeteten stirbt bei einem Selbstunfall auf Ausserortsstrassen, ein Viertel bei Unfaellen innerhalb des Ortsgebietes. Autobahnen stellen keinen Schwerpunkt dar. Die Unfallfahrer sind hauptsaechlich maennlich und eher jung. Alkohol und das soziale Umfeld beguenstigen schnelles Fahren. Die Wirksamkeit der Zweiphasenfahrausbildung muss diesbezueglich noch evaluiert werden. Sinnvoll waere ein Alkoholverbot fuer Neulenkende. Fuer ein wirksames Geschwindigkeitsmanagement haben sich Polizeikontrollen als wichtiges Element erwiesen. Pro Jahr werden rund 2,5 Millionen Fahrer wegen ueberhoehter Geschwindigkeit bestraft. Die allermeisten Kontrollen werden automatisch durchgefuehrt. Deren Intensivierung, vor allem auf Landstrassen, ist notwendig. Zudem sind gut sichtbare sowie raeumlich und zeitlich moeglichst zufaellig verteilte bemannte Geschwindigkeitskontrollen sinnvoll. Nur so kann die fuer eine Verhaltensaenderung sehr wichtige Kontrollerwartung gesteigert werden. Fuehrerausweisentzuege in Kombination mit verhaltenstherapeutischen Interventionen haben sich ebenfalls als wirksam erwiesen. Zur Entschaerfung des Geschwindigkeitsproblems traegt auch die Optimierung einer adaequaten Infrastruktur bei, mit der das Strassennetz hierarchisiert sowie selbsterklaerende und fehlertolerante Strassen realisiert werden sollen. Innerorts sind in erster Linie die Nutzungsansprueche aller Verkehrsteilnehmenden zu beruecksichtigen. Ausserortsstrassen sind prioritaer so zu projektieren, dass sie zu einem homogenen Geschwindigkeitsverlauf fuehren. Die Beseitigung von festen Objekten am Strassenrand (Mauern, Zaeune, Pfosten) und - unter gewissen Bedingungen - die Montage von Mittelleitschranken koennen die Folgen von geschwindigkeitsbedingten Unfaellen reduzieren. Zur Umsetzung dieser Interventionen sind Fachleute laufend zu sensibilisieren sowie Road Safety Audits, Road Safety Inspections und Black Spot Management fuer obligatorisch zu erklaeren. Bezueglich Fahrzeugsicherheit ist der Sicherheitsgurt nach wie vor die wichtigste Massnahme. Ebenfalls sehr wirkungsvoll ist die elektronische Stabilitaetskontrolle, die das Schleudern verhindern kann. Auch kuenftige Fahrzeugtechnik wie ISA (Intelligent Speed Adaptation) wird einen Beitrag gegen Geschwindigkeitsunfaelle leisten koennen. (Author/publisher) English abstract: This report presents accidents in Switzerland firstly in regard to excessive or inappropriate driving speeds. The problem of speed is then considered from the viewpoint of traffic-related, legal and psychological aspects and in terms of very general accident prevention. Finally, on the basis of diverse information sources (accident data, scientific studies, general scientific findings, expert opinion), possible measures to reduce speedrelated accidents are critically assessed. This leads to the essence of the work: a list of concrete speed-related recommendations for improved safety in motorised road traffic in Switzerland. The safety dossier should serve as a reference work and be used by decision-makers when discussing goaloriented measures. (Author/publisher)
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