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Entwicklung eines kommunikationsbasierten Querverkehrsassistenten im Fahrzeug. Dissertation Technische Universität Darmstadt.
C 46144 /91 /83 / ITRD D364228
Klanner, F.
Düsseldorf, VDI Verlag, 2009, XVII + 154 p., ref.; Fortschritt-Berichte VDI, Reihe 12 "Verkehrstechnik / Fahrzeugtechik" ; No. 685 - ISSN 0178-9449 / ISBN 978-3-18-368512-7

Samenvatting In Deutschland ereignen sich 36 Prozent (USA: 31 Prozent) aller Unfaelle mit Personenschaden an Kreuzungen; 63 Prozent dieser Unfaelle sind Unfaelle mit querendem Verkehr. Bisher sind Querverkehrsassistenten nur als Prototypen (entweder in Form von Simulationsmodellen oder von Fahrzeugapplikationen) bekannt. Der Nachweis der Wirksamkeit in Hinblick auf die Unfallvermeidung in realen Kreuzungssituationen und der Akzeptanz durch den Fahrer ist bisher nicht erbracht worden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines kommunikationsbasierten Querverkehrsassistenten (KQA), die prototypische Umsetzung des KQA in zwei Versuchsfahrzeugen sowie die Evaluierung des KQA in kritischen Beispielsituationen. Das Unfallvermeidungspotenzial und die Akzeptanz durch den Fahrer sollen dabei ermittelt werden. Auch die Unschaerfe der vorliegenden Informationen bei einem solchen System mussten beruecksichtigt werden. Bestandteile der ueber das Kommunikationssystem zu uebertragenden Informationen sind die Positions- und Bewegungsdaten der Fahrzeuge sowie ein globaler Zeitstempel. Diese Daten sind mit zeitlich veraenderlichen Unschaerfen behaftet, da Fehler in der Positionsbestimmung des Fahrzeuges, in der Kommunikation und aufgrund des instationaeren Fahrerverhaltens bei der Kreuzungsannaeherung auftreten koennen. Mit Hilfe von Simulationen und Probandenversuchen in einer repraesentativen kritischen Kreuzungssituation konnten das Unfallvermeidungspotenzial sowie die Akzeptanz auch bei unscharfen Daten nachgewiesen werden. Zum Nachweis der Wirksamkeit des KQA wurde eine Methode eingesetzt, die den Fahrer ueber die moegliche Ausstattung des Testfahrzeuges in Unwissenheit laesst. Von den Fahrern, die eine KQA-Assistenz erhalten haben, interpretierten 85 Prozent die Warnung richtig und 75 Prozent reagierten erfolgreich. Ohne KQA-Assistenz reagierten nur 8 Prozent der Fahrer erfolgreich. Zum Nachweis der Akzeptanz wurde ein Verfahren angewendet, bei dem die Fahrer ueber das Vorhandensein des KQA Bescheid wussten und informiert wurden, dass sie in eine kritische Kreuzungssituation geraten wuerden. Auch bei Beruecksichtigung von unscharfen Daten und damit der Gefahr von Fehlwarnungen ergibt sich beispielsweise im untersuchten Fall "genaue Haltelinie" bei 30 km/h noch eine ueberwiegende Akzeptanz in 60 Prozent der Faelle. Eine abschliessende Befragung der Versuchspersonen ergab, dass 97 Prozent die Handlungsanweisung der visuell-auditiv-haptischen Warnung als klar bewerteten, 93 Prozent keine Gefahr durch die Assistenz sehen, 96 Prozent den Komfort der Assistenz als hoch ansehen und 94 Prozent der Fahrer sich den KQA im eigenen Fahrzeug wuenschen. Zugleich Dissertation an der Technischen Universitaet Darmstadt, Fachgebiet Fahrzeugtechnik (FZT).
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